Geschichte

Geschichte der Alten Feuerwache

Die Alte Feuerwache wurde im Zentrum von Grevenbroich erbaut und hat eine geschichtsreiche städtische Vergangenheit. Die Recherche hat gezeigt, dass das Gebäude im August 1939 als Hitlerjugend-Heim erbaut wurde. Das Heim diente als Verbindung zwischen dem Schlossbad, dem Sportstadion und dem Neuenhausener Bend. Es war eine ideologische Freizeitstätte der Nationalsozialisten, mit dem Zweck der Indoktrinierung der Jugend. Den zeitlich kurz darauffolgenden zweiten Weltkrieg von 1939-1945 hat die Alte Feuerwache unbeschadet überstanden.

Anschließend zog gegen Ende der 1940er Jahre die Polizei in die zweigeschossige Wache ein und verrichtete in dem Gebäude ihren Dienst. Im Erdgeschoss befanden sich neben Wache noch die Zellen und einige Lagerräume; im Obergeschoss war die Kriminalpolizei. Ungefähr 15 Jahre später wurde das Gebäude um eine Fahrzeughalle, eine Schlauchwäsche und einen Schlauchturm erweitert, um 1963 den Einzug der Feuerwehr zu ermöglichen. Die Fahrzeughalle fungiert heute als Veranstaltungssaal während die Schlauchwäsche und der Turm nicht mehr existent sind.

Anfang der 1980er Jahre wurden die Räumlichkeiten zu klein, sodass die Ordnungshüter in Neubauten zogen und das Gebäude von 1982 bis 1984 umgebaut wurde. Parallel zu den Umbauarbeiten wurde die damalige Fahrzeughalle als Mehrzweckhalle mit Platz für Kindertheater, „Rockbörse“, Ausstellungen von Künstlern etc. genutzt und bekam dadurch seinen heutigen Charakter als kulturelle Veranstaltungslocation. Im Jahr 1985 gründete sich die Jugendkunstschule, die viele Räumlichkeiten mit einem Mix aus kulturellen Angeboten bespielte.

Für die zehn Jahre später stattfindende Landesgartenschau in Grevenbroich im Jahre 1995 wurde der Park um die Feuerwache in den Ian-Hamilton-Finlay-Park verwandelt und die Feuerwache selbst diente als Leitzentrale der Gartenschau.

In den darauffolgenden Jahren war die Feuerwache ein beliebter Ort und Treffpunkt im Zentrum von Grevenbroich. Mit Hilfe einer Landesförderung in Höhe von 400.000 Euro konnten 2009 erneut Umbauarbeiten beginnen. Nach Abschluss aller Arbeiten wurde das  Obergeschoss von der städtischen Wirtschaftförderung und im Erdgeschoss zogen im Jahr 2011 nach und nach die ersten Jugendhilfeträger, Bildung und Teilhabe – Schulsozialarbeit und die Rheinflanke mit einem Jugendtreff, ein.

 

Zwei Jahre später wurde das Obergeschoss erneut renoviert und das Jugendamt erhielt den Einzug, dessen Fachdienstleitung im Jahr 2016 Christian Abels übernommen hat. Er setzte sich zum Ziel aus der Alten Feuerwache ein multiprofessionelles Jugendhilfezenturm für Kinder, Jugendliche und deren Eltern zu schaffen mit diversen Bereichen aus denen das Haus heute besteht.