Reingeschaut

Reingeschaut: Unsere Bufdis im Interview

Der Bundesfreiwilligendienst ist eine Möglichkeit für Männer und Frauen jeden Alters, sich außerhalb von Schule und Beruf für ein Jahr für das Allgemeinwohl zu engagieren. Auch in der Alten Feuerwache Grevenbroich unterstützen uns jedes Jahr zwei solcher Freiwilligendienstleistende – liebevoll von uns Bufdis genannt – im Bereich der Jugendarbeit und Verwaltung.
Seit August 2020 sind Lennart Nix und Johannes Terhardt bei uns im Team; sie bleiben noch bis Ende Juli, bis sie von der nächsten Bufdi Generation abgelöst werden. Die besondere Herausforderung in diesem Jahr ist sicherlich die Pandemie, welche die klassischen Bufdi Aufgaben stark einschränkt. Nichtsdestotrotz können uns die beiden in vielen Bereichen im ganzen Haus unterstützen und so hoffentlich wertvolle Erfahrungen für ihren weiteren Lebensweg sammeln.
Mit einem kleinen Interview geben die Beiden Einblicke in ihre Erfahrungen und ihre täglichen Aufgaben.
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Wie kamt ihr darauf einen Bundesfreiwilligendienst bei der Alten Feuerwache anzufangen? 

L: Ich bin mit Paul Gilles befreundet, der letztes Jahr hier Bufdi war und als Corona meinen Reiseplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, bin ich mit Paul über die Stelle ins Gespräch gekommen. 

J: Vor rund 4 Jahren habe ich hier im Haus ein Schulpraktikum gemacht und damals vor allem mit den Bufdis zusammengearbeitet – dadurch hatte ich den ersten Kontakt zu einem Bundesfreiwilligendienst. Während ich letztes Jahr mein Abitur gemacht habe, wurde es wieder Thema, da durch Corona keine Planungssicherheit gewährleistet war und mich die Arbeit im Haus interessierte.  

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Wie sieht euer Alltag aus? 

L: Das Schöne an der Stelle hier ist, dass man das nicht immer genau sagen kann, da man versucht überall ein bisschen zu helfen. Es fallen die unterschiedlichsten Aufgaben an. Aber generell machen wir vielen Tätigkeiten bei denen wir versuchen Ordnung zu halten wie z. B. in den Lagerräumen, der Küche oder im Außengelände der Alten Feuerwache. Zudem sind wir auch öfters mal außer Haus unterwegs zum Einkaufen, Sachen abholen oder ausliefern. 

J:  Außerdem hatten wir Anfang des Jahres viel mit Anschaffungen für das Familienbüro zu tun und haben dies mit koordiniert. Dabei haben wir zudem das ganze Inventar der Alten Feuerwache zusammengetragen, sortiert und katalogisiert. 

Des Weiteren sind wir zuständig für das Aushängen von Plakaten und Bannern, sowie für den Verleih und die Vermietung von Spielmaterialien wie beispielsweise unsere Hüpfburg – dies fiel dieses Jahr aber jedoch etwas kürzer aus. Aber wie Lennart schon sagte, man weiß nie zu 100 Prozent, was einen erwartet. 

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Euer persönliches Highlight während der Zeit hier? 

L: Der Tag an dem ich mit Birgit Schimkat-Tong, von der Jugendhilfe im Strafverfahren, aus der Jugendhilfe im Strafverfahren als Besucher mehrere Verhandlungen im Amtsgericht ansehen konnte. 

J: Als Bufdi hat man das Vergnügen an Seminaren teilnehmen zu dürfen, so konnte ich am Anfang meines Bundesfreiwilligendienstes zu einem gehen, bevor die die andern Seminare für das Jahr wegen der Pandemie abgesagt wurden. Dies war eine sehr freudige Erfahrung, durch das Kennenlernen von anderen Bundesfreiwilligendienst-Leistenden und den damals noch nicht so streng geltenden Corona Maßnahmen. 

Welche Erfahrungen habt ihr gewonnen? 

L: Ich habe aus meiner Zeit in der Alten Feuerwache gelernt, dass ich später definitiv keinen Job haben möchte, bei dem ich den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen muss.

J: Es sind vielfältige Erfahrungen, die ich mitnehme. So konnte ich viele Einblicke in unterschiedliche Prozesse erhalten, wie den Aufbau des Familienbüros, die Strukturierung des Haushaltes, Beratung und Vermittlungen am Telefon und noch vieles mehr. Deswegen würde ich sagen, dass das Jahr mir vor allem in der Selbstfindung und Orientierung geholfen hat.